Freundesbrief Oktober 2017

FOKUS Leben e.V.
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 Kampala Straßenkids 

 Freundesbrief 

Liebe(r) Besucher,


Gebet gerne, ohne zu klagen. Dann wird euch der HERR, euer Gott, bei allem was ihr tut segnen 5.Mose 15 Vers 10

Liebe Freunde und Förderinnen,

die Blätter färben sich, die Tage werden kürzer. Ein sicheres Zeichen für den Herbst und wieder Zeit, Ihnen/Euch von unserer Arbeit in Kampala zu berichten.
 

Herbst in Uganda?

Nein, den gibt es dort so nicht. In dieser Zeit ist es besonders trocken und staubig, auch im Monat Dezember.
Aber die vorweihnachtliche Stimmung ist in der Suppenküche deutlich zu spüren. An Heilig Abend wird ein großer Gottesdienst gefeiert und anschließend zum Essen geladen. Es gibt ein besonders gutes Essen, Fleisch mit Kochbananen und Erdnussoße. Ein Festmahl in den Slums, wir bewirten bis zu 300 Gäste. Jesus hätte sich hier wohlgefühlt.

Am Ersten Feiertag wird es im Kinderheim Weihnachten - auch hier gibt es heute ein besonderes Essen und die Kinder freuen sich sehr, obwohl es keine weiteren Geschenke gibt. Aber es ist für diese Kinder ein Geschenk satt zu werden, behütet zu sein und ein Dach über dem Kopf zu haben.

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Umzug in ein neues Heim Anfang des Jahres 2017

Unser Vermieter will mehr Miete für das Kinderheim. Damit sind wir nicht einverstanden und schauen uns nach einem neuen Objekt um. Glücklicherweise finden wir ein neues Gebäude, direkt neben der Schule. Was für ein Segen. Die Kinder, die in die Schule gehen, müssen nicht mehr soweit zu Fuß gehen und können mittags zum Essen ins Heim kommen.

In unserem Heim werden zur Zeit 13 Mädchen und 10 Jungs betreut. Wie im letzten Freundesbrief berichtet, drängt der Staat darauf, die Kinder zu ihren Familien zurückzuführen. Das ist nicht einfach, oft hat die Familie kein Interesse, das Kind wieder aufzunehmen. Wir haben im Moment 62 Patenkinder und es ist gelungen, 39 Kinder wieder in den Familien oder bei Verwandten unterzubringen. Selbstverständlich begleiten und betreuen wir die Kinder in den Familien weiter. Auch bezahlen wir gegen Nachweis das Schulgeld, sorgen für Kleidung und Ausbildung. Wir halten den steten Kontakt zu den Familien und den Kindern, indem wir sie besuchen oder zu Versammlungen ins Heim einladen.

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Kindergarten wird eröffnet

Am 6. Februar starten wir mit großer Freude den Kindergarten. Zu Beginn sind es drei Gruppen mit sieben Kindern im Alter zwischen 2 1/2 und 6 Jahren. Dafür haben wir zwei ausgebildete Erzieherinnen angestellt. Wie lange haben wir davon schon geträumt und viele Überlegungen angestellt, wie wir es verwirklichen können.

Oft haben wir sie gesehen, die kleinsten der Kleinen. Schutzlos streunen sie in den Slums umher und sind damit jeglicher Gefahr, Missbrauch und Gewalt ausgesetzt.
Ihre Mütter, die sich häufig nachts prostituieren und tagsüber schlafen, kümmern sich wenig um sie und sind oft selbst noch Kinder. Ihre Väter sorgen sich, wenn überhaupt vorhanden, noch weniger um sie. Diesen Kindern, einen Hort zu bieten, wo sie Kind sein dürfen, betreut werden und eine Tagesstruktur erhalten, das war das Ziel.

Die Kinder kommen sehr gerne zu uns. Inzwischen sind es 67 die regelmäßig kommen und in drei Gruppen unterteilt sind. Die Mütter sind uns sehr dankbar für dieses Engagement und glücklich ihre Kinder gut aufgehoben zu wissen. Dass wir damit vermehrt Kontakt zu den Müttern haben, ist ein schöner Nebeneffekt. Einige von ihnen besuchen regelmäßig unsere Gottesdienste. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir das erreicht haben und danken Gott für seine Gnade. Wir freuen uns auf jede finanzielle Unterstützung, die wir bezüglich des Kindergartens erhalten.

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Robinah und ihre Tochter Esther besuchen das Projekt.

Im Juni fliegt Robinah mit ihrer Tochter nach Kampala.
Es ist für sie jedes Mal eine Freude dorthin zu reisen und eine Gnade zu sehen, wie das Projekt funktioniert und weiter gedeiht.
Natürlich wartet wie immer auch viel Arbeit auf sie. Zwar bespricht sie sich mit der Managerin Rhona Mugisha Musazi sehr viel am Telefon, aber der persönliche Austausch ist doch etwas anderes. Sie besucht die Kinder im Heim, sie organisiert die Treffen mit den Müttern oder Familienmitgliedern. Sie schreibt Entwicklungsberichte über die Kinder und berichtet den Paten davon. Robinah wird auch oft gebeten in anderen Gemeinden die Predigt zu halten und ist eine gefragte Ansprechpartnerin.

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Hochzeit in den Slums

Hochzeiten zu feiern war den Bewohnern des Slums, bevor es die Suppenküche dort gab, völlig fremd.
Grace und Samuel, beides ehemalige Straßenkinder, haben ihr Fest so gelegt, dass Robinah als Ehrengast dabei sein kann. Es ist bereits die vierte Hochzeit. Über die verschiedenen Hütten werden Planen gespannt, damit ein großer Festraum entsteht. Alle sind eingeladen. Es gibt selbstgekochtes Essen und es werden, woher auch immer, Trompeten, Posaunen und Ziehharmonikas hervor gezaubert. Vielleicht stimmt der Ton nicht ganz, aber das tut der Freude am Fest keinen Abbruch. Bei manchem jungen Menschen wird dadurch die Sehnsucht erweckt, dass es vielleicht ein erfüllteres Leben geben kann.

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Sonstiges

Der hintere Teil des Zeltes ist im Rahmen der Kindergarteneröffnung überdacht worden. Ein riesen Fortschritt, jetzt werden die Kinder nicht mehr durchnässt und sitzen nicht mehr im Schlamm.
Die Zustimmung zu den Bauplänen steht noch aus. Nachwievor sind wir nicht bereit, das dafür notwendige Schmiergeld zu bezahlen.
Edrin, der Leiter der Kinderkirche, hat für seinen Kinderchor Geld für Uniformen und eine Stereoanlage bekommen. Den Spendern sei Dank.
Der Zulauf zur Suppenküche ist ungebrochen. Wir sind Teil des Slums geworden und werden von den Frauen und Männer akzeptiert, geachtet und gerne gesehen.
Dankbar sind wir um jeden gelungen Lebenslauf und bedanken uns bei Allen die in irgendeiner Form daran teilhaben. Das Projekt steht unter einem guten Stern und wir danken Gott unserem Herrn und Jesus Christus aufrichtig für diese Gnade.

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Kontakt: FOKUS Leben e.V., Waldstraße 8 89174 Altheim

www.fokusleben.de
IBAN: DE 2063 0500 0000 2100 9712
Verwendungszweck: Straßenkinder

Altheim, im Oktober 2017 • Robinah Leykauf mit FOKUS Leben - Team

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